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Geringer Pollenflug
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Institut für Botanik
Der größte Teil der Allergiker ist auf Pollen allergisch. Pollen werden von den Blütenpflanzen gebildet und sind daher überall wo es Pflanzen gibt in verschiedener Menge und zu verschiedener Zeit vorhanden.
Die eleganteste Methode diese Allergiebeschwerden zu vermeiden ist es, diesem Pollenflug auszuweichen und in Hochlagen z.B. im Kühtai seinen Urlaub zu verbringen.
Der Pollenflug nimmt mit der Höhe ab und in Kühtai beträgt er nur mehr 1/5 bis 1/10 des Pollenfluges der Tallagen im Raum Innsbruck. Wurden in Innsbruck 50-70.000 PK/m3 gemessen, so betrug der maximale Pollenflug in Kühtai während der Vegetationsperiode etwas über 9.000 PK/m3 und überschritt in manchen Jahren gerade 1.000 PK/m3. Aber nicht diese absolute Zahl ist ausschlaggebend, sondern die artmäßige Zusammensetzung und Verteilung im Jahr. In der fünfjährigen Messperiode wurden nur an wenigen einzelnen Tagen von der Erle und den Gräsern Werte festgestellt, die zu Beschwerden führen hätten können. Diese kritischen Tage traten vor allem in der zweiten Junihälfte auf. Kühtai ist damit für Allergenkarenz bestens geeignet.
Parallel mit dem geringen Pollenflug geht auch das geringe Vorkommen der Hausstaubmilbe. Eine Untersuchung von FRANK et al. hat gezeigt, dass in Tallagen durchschnittlich 992 Hausstaubmilben pro Gramm Hausstaub vorkommen, in Hochlagen an und über der Waldgrenze aber nur mehr 49. Auch hier sinkt das Allergiepotential sehr stark ab und Hausstaubmilbenallergiker können in Hochlagen ebenso Allergenkarenz betreiben.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass im Kühtai außerordentliche Allergenarmut vor allem in Bezug auf Pollen und Hausstaubmilbe vorliegt.
